Musik im Glück

Michael Haefliger, Festivalmacher


Was treibt den Chef und Kurator eines großen Musikfestivals an?
Über ein Vierteljahrhundert lang hat Michael Haefliger das Lucerne Festival geleitet, das er gemeinsam mit Claudio Abbado und Pierre Boulez um die Jahrtausendwende neu aus der Taufe hob: Große Sinfonik in einem der besten Säle der Welt, Neue Musik, Workshops für Musiker, Dirigenten und Komponisten, Festival in den Strassen, Schnupperkonzerte („40 Minutes“) für Eltern und Kinder – Luzern lebt, so sagt es der neue Intendant Sebastian Nordmann, vier Wochen lang „wie im Rausch“. 

Wir waren im letzten Sommer von Haefligers Intendanz dabei, meine Ko-Autorin Graziella Contratto und ich, haben Künstlern und Haefligers Mitstreitern zugehört, miterlebt, wie glücklich Musik macht, wie sie Menschen verbindet. Ein Radiointerview auf Schwyzerdütsch, das Haefliger der SRF Moderatorin Simone Hulliger gab, war ein Glücksfall für den Film. Entstanden ist das Portrait eines Musikers, der sich als Festivalmacher auf die Suche nach Neuem begab, im Denken, im Hören, im Miteinander. 

Michael Haefliger wächst in einem musikalischen Elternhaus auf, wird Geiger, gibt zusammen mit seinem Bruder, dem Pianisten Andreas Haefliger, sein Debüt in Luzern. In Davos, woher der Vater, der Tenor Ernst Haefliger stammte, gründet er das Festival young artists in concert, mit neuen, damals revolutionären Ideen. Die trugen ihn nach Luzern – und werden ihn jetzt weiter nach Asien tragen. 

Zum Ende des Sommers erfüllte sich Michael Haefliger einen Traum und präsentierte Ark Nova am Vierwaldstättersee, den aufblasbaren Konzertsaal, ein Kunstwerk des englischen Künstlers Sir Anish Kapoor, das sie zu Viert, zusammen mit dem japanischen Architekten Arata Isozaki und dem Konzertagenten Masahide Kajimoto nach der Fukushima Katastrophe in Japan entwickelten. Ein Schlussstein, ein Signal zu neuem Aufbruch. 


Mitwirkende

Riccardo Chailly und den Musikern des Lucerne Festival Orchestra Raymond Curfs
Reinhold Friedrich und Eriko Takezawa
Wolfram und Tanja Christ
Sarah Christ
Claudia und Raphael Christ
Andreas Haefliger und Marina Piccini
Marco Amherd
Hella Meier
Patricia Kopatchinskaja
Sol Gabetta
Ursula Jones-Strebi
Mark Sattler
Felix Heri
Dieter Ammann
Jagdish Mistry
Olga Neuwirth
Elena Schwarz
Daniel Barenboim
Esa-Pekka Salonen
Stefan Dohr
Tabea Zimmermann
Sarah Willis
Sebastian Nordmann
Armin Hartmann
Markus Hongler
Masahide Kajimoto
Andrea Loetscher
Lang Lang
Winnie Huang
Yannick Nézet-Séguin

Musik

Pierre Boulez
Gustav Mahler
J.S. Bach
Charles Ives
Edison Denisov
César Franck
György Ligeti
Fritz Kreisler
Zoltán Kodáy
Wie-Chieh Lin
Jaebong Rho
Olga Neuwirth
Richard Wagner
Esa-Pekka Salonen
Dieter Ammann
Jenny Peña
Tribubu Band
Albert F. Doppler
Anton Bruckner
Gioachino Rossini

Credits

Kamera
Oskar Król
Simon Weber
Luzius Wespe
Lenny Ammann
Linus Bolliger

Drohne
Patrick Hürlimann

Direktton
Salomé Wüllner

Saalton
Ueli Würth · Mario Bruderhofer, SRF Kultur
Benedikt Röösli

Schnitt
Anja Bombelli
Anette Fleming

Schnittassistenz
Mirella Nüesch

Tonmischung
Detlef Schitto · Sebastian Riederer v. Paar

Farbkorrektur und Mastering
Stefan Gohlke

Buch
Bettina Ehrhardt und  Graziella Contratto

Regie
Bettina Ehrhardt

Online

TV-Ausstrahlung

«Sternstunde Musik» auf SRF 1
Sonntag, 25. Januar 2026, 12.00 Uhr