Aber schöner ist es unten im Gewühl

Wole Soyinka und Koffi Kôkô eröffnen das Tanzfestival In Transit in Berlin; Feuilleton SZ 5./06.6.2004

Sonnensegel sind unter die Decke gespannt, Händler bieten Souvenirs feil, die Zuschauer spielen mit; sie sind das Volk auf dem Markt, mit dem der afrikanische Tänzer und Choreograph Koffi Kôkô im Berliner Haus der Kulturen der Welt das diesjährige Tanzfestival In Transit eröffnet. Durchaus selbstironisch, denn das Spiel strotzt nur so vor Klischees über afrikanische Lebensfreude. Da bahnen sich Musiker, Tänzer und ein Sänger den Weg durch die Menge, ein blaugeschminkter Gott erweckt den Markt zum Leben, und ein Nobelpreisträger, der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka, trägt ein eigenes Gedicht vor, das direkt auf die Festivalidee selbst zielt: "Samarkand or other markets I have known". Die Welt ist ein Marktplatz, heißt es darin, ein Ort von Handel und Wandel, Begegnung, Herausforderung und Verführung.

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