Aber schöner ist es unten im Gewühl

Wole Soyinka und Koffi Koko eröffnen das Tanzfestival In Transit in Berlin. SZ Nr. 128, Feuilleton, Theaterkritik, 05./06.06.2004, S.13

Sonnensegel sind unter die Decke gespannt, Händler bieten Souvenirs feil, die Zuschauer spielen mit; sie sind das Volk auf dem Markt, mit dem der afrikanische Tänzer und Choreograph Koffi Kôkô im Berliner Haus der Kulturen der Welt das Tanzfestival In Transit 2004 eröffnet. Durchaus selbstironisch, denn das Spiel strotzt nur so vor Klischees über afrikanische Lebensfreude. In seiner Heimat Benin ist Koffi Kôkô ein Priester der Nago Kulte, ein Würdenträger, der das alte Ifâ-Orakel befragen kann und bereits als Kind gelernt hat, die Dinge auf ihren verborgenen Sinn hin abzuklopfen.

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