Alles derb, ausser Hepurn

Vom Leben mit einem Genie: Robert Crafts Strawinsky-Buch. SZ, Feuilleton, Buchkritik, 18.10.2000, S.19

Mit zwölf Jahren, erklärt Robert Craft uns selbstgewiss, „wusste ich bereits, dass es mein Lebensziel war, bei Strawinsky zu studieren“. Mit 24 Jahren, im Jahr 1948, lernt er Igor Strawinsky tatsächlich kennen – und wird bei ihm bleiben, bis zu dessen Tod im Jahr 1971: als Assistent und Probendirigent, Berater, Sekretär, Co-Autor und Biograf. Von Anfang an führt „Strawinskys Eckermann“ außerdem Tagebuch. Zum Beispiel: „1. Februar. Hollywood. Party bei George Cukor mit Bette Davis, Katharine Hepburn und Groucho Marx. Derbe Ausdrucksweise bei allen, außer bei der Hepburn.“