Wir in der Zeiten Zwiespalt

Aus den Vierzigern: Ernst Kreneks Erinnerungen an die Moderne; Rezension, SZ vom 09.12.1998

"Diese Aufzeichnungen sind von der Besorgnis diktiert, daß die Erinnerung an bestimmte Dinge für immer verloren sein könnte, wenn ich sie nicht schriftlich festhalte." Mitten im Krieg, im amerikanischen Exil, 1942 beginnt Ernst Krenek, auf englisch, mit der Niederschrift seiner Memoirs, in denen er sein Leben bis zur Flucht aus Europa 1938 nachzeichnet. Zehn Jahre lang wird er auf tausend Seiten mit Gleichmut und oft voller Selbstironie "festhalten", was er erlebt und durchlitten hat in einem Jahrhundert, das so alt war wie er.

Download: