Im Someday-Café

Glas, Bohnen, Papier: Leah Hagen Cohens Ode an die Dinge. Rezension, SZ

"Wohin man seine Augen auch wendet - überall leben unsichtbare Geschichten." Die junge amerikanische Autorin Leah Hager Cohen überfielen solche Erkenntnisse blitzartig, eines Sonntagmorgens bei der Zeitungslektüre an einem Ort mit dem schönen Namen Someday-Café. Vor sich "eine Zeitung, sonntäglich fett, und ein hohes Glas mit dampfendem Kaffee", glaubt sie sich plötzlich mit den Menschen um sie herum eins, erspürt sie die "Besonderheit jedes einzelnen", bricht die Neugier ein in die Geheimnisse des Alltäglichen.